Interkultureller Garten

Der Interkulturelle Garten wurde aufgegeben, dabei fing es so gut an…

Erfüllte Freizeit und Kommunikation – dazu noch Blumen, Kräuter und Gemüse!

Sie haben wenig Geld – Fahrten nach Stuttgart, Ausflüge und Veranstaltungsbesuche sind nur ganz selten drin. Dafür hatten viele Lust, sich ein „eigenes“ Gärtchen anzulegen. Dazu verhalfen ihnen das „Bosch-Projekt“ und die Stadt Gerlingen, die ihnen ein Grundstück zur Verfügung stellt. Petra Engelhardt, die auch das Sachspendenteam des FKAG leitet, und sechs junge angehende Führungskräfte von Bosch machten sich dran, ein Grundstück zu organisieren, interessierte Flüchtlinge anzusprechen und alles zu organisieren.

Dann war es soweit (Bericht von Petra Engelhardt):

„Die Suche nach dem Garten war erfolgreich und uns wurde ein Grundstück von  ca 600 qm in der Nähe der Weilimdorfer Straße und dem Familienzentrum von der Stadt Gerlingen angeboten. Hier werden wir auch durch den Bauhof unterstützt!“ Am Montag, 7. Mai, haben sich alle Familien, die am Gartenprojekt teilnehmen wollen, zum Auftakt getroffen. Es gab eine Kleinigkeit zum Essen und Trinken. Jeder Teilnehmer wurde mit einem Namensschild ausgestattet, damit man sich besser kennenlernt. Um ein gerechtes Zusammensein zu erreichen wurden die einzelnen Gartenparzellen ausgelost. Jeder Gartenbesitzer hat eine Gartennummer erhalten und ein dazugehörigen kleinen Vertrag mit seinen Rechten und Pflichten über die Pflege und Anlage seines Gartens. Das Wasserfass wurde auch schon angeliefert und die Gartenbesitzer dürfen ab sofort starten!

Aber ab da begannen die Probleme…

Die erste Saison begann gut, es wurde fleißig gesät und auch schon geerntet. Aber das trockene Frühjahr und der heiße Sommer machten uns einen Strich durch die Rechnung. Das Grundstück war etwas abgelegen, schwierig zu bewässern, die Wassertonnen reichten nicht aus, so dass manche in Kannen das Wasser von der Weilimdorfer Straße hintragen mussten – das war natürlich keine Lösung. So wurde mit Hilfe der Engagierten des Boschprojek-tes geplant und begonnen, einen Brunnen zu bauen, um an Grundwasser zu kommen. Leider war das technisch nicht einfach und auch das Grundwasser lag so tief, dass es mit einfachen Mitteln nicht zu erreichen war. Auch im nächsten Jahr war uns das Wetter nicht hilfsbereiter, viele Familien zogen weg in den Landkreis.

Anfang 2020 mussten wir den Garten endgültig aufgeben und das Grundstück ging wieder in die Pflege der Stadt Gerlingen über – schade!

Herzlichen Dank an die „Boschler“ und vor allem Frau Engelhardt, die mit viel Herzblut, Mühe und auch körperlichem Einsatz den Garten betreut hat!