Rettungskette (Gerlingen)

„Rettungskette für Menschenrechte“ von der Nordsee zum Mittelmeer am 18.09.21

Veranstalter der Aktion in Gerlingen:  Freundeskreis Asyl und Arbeitskreis Interkulturelle Vielfalt AKIV Gerlingen

 

Collage_GAZ5 Bitte das Bild anklicken, es ist eine Collage! Weitere Bildergalerie unter dem Artikel!

Rund 200 Menschen beteiligten sich in Gerlingen an der Rettungskette für Menschenrechte. Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis, bestehend aus Menschenrechtsorganisationen, Vereinen, Asylkreisen, Kirchen und Parteien aus dem Landkreis Ludwigsburg sowie vielen engagierten Privatpersonen, waren dem Aufruf des Freundeskreis‘ Asyl und dem Arbeitskreis Interkulturelle Vielfalt gefolgt. Zwischen 12.00 Uhr und 12.30, genau zur selben Zeit wie an zahlreichen Orten auf einer Route zwischen Hamburg und Chioggia in Italien, stellten sich in Gerlingen etwa 200 Menschen entlang des Innenstadtrings auf und demonstrierten für die Einhaltung von Menschenrechten im Kontext von Flucht und Seenotrettung. Das SWR-Fernsehen berichtete über die Aktion am Ort in der Landesschau: https://swr-aktuell-app.swr.de/news/133454/Rettungsringe+fr+Menschenrechte+auch+in+BW/20210918190900

Mit einer Kundgebung, Plakaten und Transparenten positionierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegen die Abschottungspolitik an den europäischen Außengrenzen und für die Rettung von Flüchtlingen in Seenot. In ihrer Ansprache wies Claudia Volz vom Freundeskreis Asyl darauf hin, dass das Mittelmeer die tödlichste Grenze der Welt sei. Mindestens 22.200 Geflüchtete seien von 2014 bis heute auf der Flucht übers Mittelmeer ertrunken – allein von Januar bis zum 22. August 2021 mindestens 1.214 Menschen. Dies passe ebenso wenig zu den humanistischen Werten Europas wie die EU-finanzierten Flüchtlingslager vom Typ Moria auf Lesbos, illegale Pushbacks durch Frontex-Soldaten, Gefängnisse für abgefangene Flüchtlinge in Libyen und die Kriminalisierung von Seenotrettern. Daher gelte es, die politisch Verantwortlichen immer wieder daran zu erinnern, dass Menschenrechte universell und nicht relativierbar seien. Diese gälten gerade auch für Menschen in Not gälten, die vor Krieg, Elend und Verfolgung auf der Flucht sind.

Laut den Organisatoren der Gesamtkette, nahmen in Deutschland, Österreich und Italien rund 15500 Menschen teil – ein starkes Zeichen für die Menschenrechte!

Herzlichen Dank allen, die sich an der Aktion beteiligt haben!